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Welche Aufgaben hat ein Notar in Bremen?

Erstellung öffentlicher Urkunden in den Bereichen Immobilien, Stiftungen, Ehegüter- und Erbrecht sowie Gesellschaftsrecht, Durchführung von amtlichen Beglaubigungen. Viele Menschen verbinden die Arbeit eines Notars in erster Linie mit dem Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, aber seine Aufgaben gehen weit darüber hinaus. Es wird auch bei vielen anderen Rechtsgeschäften verwendet, etwa bei Ehe- oder Erbverträgen oder Testamentserrichtungen.

Umgegangen beim Notar kommt niemand herum, der ein öffentliches Testament, einen Ehevertrag oder einen Kaufvertrag zu einem Immobilie aufsetzen lassen möchte. Für diese Verträge und Willenserklärungen sieht der Gesetzgeber eine notarielle Beurkundung vor. Wenn das Siegel des Notars fehlt, ist die entsprechende Unterschrift und das jeweilige Schriftstück nicht rechtskräftig.

In Deutschland gab es im Jahr 2018 insgesamt 7179 Notare. Diese arbeiten entweder hauptberuflich als Notar oder als Anwaltsnotar, dies ist abhängig vom Gerichtsbezirk. Es handelt sich dabei um besonders qualifizierte Juristen, die eine Stellung eine unparteiische öffentliche Institution bekleiden.

Doch kann in Deutschland überhaupt jeder Notar werden? Welches Studium ist für den Beruf Voraussetzungen? Existieren weitere Hürden für die Bestellung eines Notares?

Wie wird man hauptberuflicher Notar in Bremen?

Ihre Tätigkeit üben hauptberufliche Notare oder Nurnotare in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsenanhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, Bayern oder in den rheinischen Teil Nordrhein-Westfalens ebenso wie Baden-Württemberg aus. Dort bekleiden sie ausschließlich das Amt des Notars.

Möchte man in diesen Gebieten Notar werden, ist mindestens das zweite Staatsexamen zu bestehen. Im Anschluss erfolgt eine dreijährige Ausbildung zur Notar, der sogenannte Anwärterdienst. Dieser ist vorgeschrieben. Die Anwärter auf das Amt des Notars sammeln in dieser Zeit praktische Erfahrungen, übernehmen unter anderem die Urlaubsvertretung von Notaren und absolvieren zahlreiche Fortbildungen.

Das Notarassessoren ist allerdings nach der Ableistung des Anwärterdienstes nicht automatisch abgeschlossen und derjenigen nicht automatisch auch Notar. Freie Stellen werden stattdessen ausgeschrieben, auf die sich dann der entsprechende Notar bewerben kann. Er wird erst zum Notar in Bremen ernannt, wenn seine Bewerbung erfolgreich war und die Vereidigung und die Aushängung der Bestellungsurkunde erfolgt ist. Dabei erfolgt die Bestellung auf Lebenszeit. Ein Notar scheidet jedoch spätestens mit dem Ablauf des Monats, in dem er das 70. Lebensjahr vollendet, automatisch aus dem Amt aus.

Welcher Ausbildungsweg ist für Anwaltsnotare in Bremen vorgeschrieben?

Bevor jemand überhaupt als Notar in Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Teilen von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein als Notar arbeiten kann arbeiten kann. Muss zuvor ein Jurastudium absolviert werden. Bewerber gelten zudem für das Amt nur als bedingt geeignet, wenn sie gemäß § 6 Bundesnotarordnung folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • mindestens 5 Jahre eine Tätigkeit als Rechtsanwalt,

  • ununterbrochene Ausübung dieser Tätigkeit für mindestens 3 Jahre,

  • notarielle Fachprüfung bestehen,

  • eine Praxisausbildung von in der Regel 160 Stunden erfolgreich absolvieren

Der Notar in Bremen muss als Nachweis seiner Fachkenntnis eine Ausbildung durch eine notarielle Fachprüfung abschließen. Vom Prüfungsamt der Bundesnotarkammer wird diese Prüfung abgenommen und besteht aus einem schriftlichen Teil (4 Klausuren) und einem mündlichen Teil.

Wer war nach dem Bestehen der Fachprüfung nicht zum Notar ernannt wird, muss er seine Kenntnisse durch Fortbildungen von jeweils 15 Stunden im Kalenderjahr festigen und somit auch auf den aktuellen Stand bringen. Kommt der Bewerber diese Fortbildungsverpflichtungen nicht nach, kann er ja kein Notar werden und die Notarielle Fachprüfung verfällt.

Was verdient ein Notar in Bremen?

Es ist nicht eindeutig zu beziffern, wieviel ein Notar pro Monat brutto verdient. Dies liegt daran, dass die meisten in einer Selbstständigkeit arbeiten. Es ist zwar davon auszugehen, dass das Ein -und Auskommen nicht schlecht ist, allerdings ist es nicht möglich konkrete Gehaltsangaben zu erheben.

Nach der Abwicklung seiner einzelnen Aufgaben wird jeder Notar bezahlt. Dies erfolgt von seinem Kunden. Laut Gebührenordnung wird er daran prozentual beteiligt. Wer fleißig ist und Verträge über Güter von hohem Wert schreibt, der hat am Monatsende auch ein deutlich höheres Einkommen.

Welche Einstiegschancen haben Notare in Bremen?

Per se haben Notare in Bremen eine sehr gute Chance auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Der Vorteil ist bei ihnen, dass sie vielseitig ausgebildet sind und eigenverantwortlich arbeiten können. Somit können sie auch in anderen Bereichen Fuß fassen. Viele anerkannte Kollegen sind auch in Behörden oder in vielen anderen verwaltenden Sektoren des öffentlichen Dienstes zu finden. Zeitgleich arbeitet auch mancher Notar als Rechtsanwalt.

Welche Fachkompetenzen sollte ein Notar in Bremen haben?

Vor allem sind Notare für ihre ruhige, besonnene Art bekannt. Dies liegt daran, dass sie zum Teil zwischen 2 Parteien vermitteln müssen, die sich nicht grün sind. Doch es gibt natürlich auch weitere Hard -und Soft Skills, über die ein Notar verfügen sollte:

  • abgeschlossene Ausbildung

  • soziale Kompetenz

  • schneller Auffassungsgabe

  • Empathie

  • Genauigkeit

  • Termingenauigkeit

  • umfassende Analysefähigkeiten

  • vertrauensvolles Auftreten

  • Überzeugungskraft

Welche Entwicklungsschanchen hat ein Notar?

Bereits beim Berufseinstieg sind Notare Fachkräfte auf einem sehr hohen Karriere Level. Doch auch bei diesen besteht noch immer Luft nach oben. Notare bearbeiten zunächst oftmals kleine Fälle und mit zunehmender Erfahrung und Bekanntheit können sie auch größere Aufträge an Land ziehen.

Allerdings setzt dies voraus, dass sich der Notar in seinem jeweiligen Bereich perfekt auskennt. Aufgrund dessen muss er sich stetig weiterbilden und sich auch auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Dies kann beispielsweise Familien -oder Unternehmens -und Gesellschaftsrecht sein. Dies erhöht die Möglichkeiten enorm, Karriere in diesem Beruf zu machen.

Welche Spezialisierungen gibt es für Notare in Bremen?

Handels- und Gesellschaftsrecht

Der Notar in Bremen erstellt in diesem Rechtsbereich Urkunden und beglaubigt die Gründung von Unternehmens-, Aktiengesellschaften oder GmbHs. Neue Geschäfte werden im öffentlichen Handelsregister durch einen Notar eingetragen.

Erbrecht

In der Regel ist der Notar für Erbrechtsfragen zuständig. Er berät Vererbende bei der Gestaltung von Testamenten. Für die Mandanten stellt der Notar sicher, dass der Nachlass nicht automatisch an den nächsten Verwandten geht, sondern der letzte Wille der genannten Person ausgeführt wird. Ebenso steht der Notar den Personen mit Rat und Tat zur Verfügung, die ihr Vermögen schon zu den Lebzeiten vermachen möchten, um so die Erbschaftsteuer zu sparen.

Familienrecht

Paare und Familien zählen zu den Klienten, wenn der berufliche Schwerpunkt eines Notars in Bremen auf das Familienrecht gelegt wird. Es werden sowohl Eheschließungen und -verträge wie auch Scheidungen beurkundet. Zudem dokumentiert der Notar verschiedene Vereinbarungen, um so das Wohl und die Versorgung der Kinder zu sichern. Auch Adoptionen und Sorgerechts- und Unterhaltsregelungen.

Notare nach Bundesländern sortiert

Notare nach Städten sortiert